Reserven für Berlin: Stadt ohne Raum? - DER SPIEGEL
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Reserven für Berlin Stadt ohne Raum?

Die Berliner Politik diskutiert darüber, dass der Hauptstadt die Grundstücke ausgehen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

So verfüge das Land Berlin über seinen landeseigenen Liegenschaftsfonds nur noch über wenige freie Grundstücke.

Völlig außer Acht gelassen wird allerdings, dass etliche Grundstücke derzeit auf skurrile Weise oder überhaupt nicht genutzt werden und durch eine Umwidmung zudem beträchtlich aufgewertet werden könnten.

Berlin Mitte 1

Innerstädtische Reserve: Blick ins Foyer des Thomas-Dehler-Hauses

Innerstädtische Reserve: Blick ins Foyer des Thomas-Dehler-Hauses

Foto: dapd

Bundesgeschäftsstelle der FDP in der Berliner Reinhardtstraße 12-16. Schon aus der Anschrift wird klar: Eine einzige Splitterpartei blockiert in der Berliner Innenstadt nicht weniger als fünf Hausnummern. Und darüber hinaus 4.584 Quadratmeter Grundstücksfläche.

Durch Abriss ließe sich hier Platz für beispielsweise ein Parkhaus oder für eine ansprechende Brache gewinnen.

Attraktive Randlage

Rätselhaft: An wen sich dieses Warnschild wendet, ist nicht bekannt

Rätselhaft: An wen sich dieses Warnschild wendet, ist nicht bekannt

Foto: dapd

An der südöstlichen Grenze Berlins wurde mit sehr viel Geld und Mühe eine riesige Fläche betoniert, für die es in absehbarer Zeit keinerlei Verwendung gibt.

Die aktuellen Vorschläge - Errichtung der Bundesgeschäftsstelle der FDP oder Entfernung des Betons und Aufforstung - sind womöglich noch nicht der Weisheit letzter Schluss.

Berlin Mitte 2

Kanzler-U-Bahn vs. Dienstwagen

Kanzler-U-Bahn vs. Dienstwagen

Foto: dapd

Die Kanzler-U-Bahn und speziell die Baustelle an der Kreuzung Unter den Linden/Ecke Friedrichstraße beanspruchen nicht nur Fläche, sondern dringen mit der gigantischen Baugrube tief ins Innere der Hauptstadt vor. 14,7 Kanzlerinnen könnte man in dieser Grube übereinanderstehend stapeln. Dabei verfügt Deutschland lediglich über eine einzige Kanzlerin. Schon an diesem Missverhältnis wird der Irrsinn des Projekts deutlich.

Das Areal sollte schnellstens einer sinnvollen Nutzung (Droschken, Rikschas, zusätzliche Cafés Einstein) zugeführt werden.