Blitzer-Apps weiter illegal Verkehrspolitiker erleiden Lachkrämpfe
Weil sie eine Anti-Blitzer-App besitzt, rollt diese chronische Raserin auffällig langsam an der heimtückischen Radarfalle vorbei.
Foto: Julian Stratenschulte/ dpaEinige Bundesländer hatten gefordert, Anti-Blitzer-Apps zu legalisieren: Dadurch, so beispielsweise der sächsische Ressortchef, würden "Verkehrsteilnehmer auf Kontrollen an Gefahrenstellen aufmerksam gemacht und verhalten sich entsprechend - das sollen Kontrollen schließlich erreichen."
Fröhliche Runde
Neue Gefahr für Piloten: der Flugzeugblitzer (in einigen Bundesländern angeblich schon im Einsatz, aber noch keine Warn-App erhältlich.)
Foto: Matthias Benirschke/ dpaDiese Argumentation soll bei den meisten Konferenzteilnehmern "eine gewisse Fröhlichkeit" ausgelöst sein. Ein Verkehrspolitiker, immer noch prustend: "Wir haben sogar überlegt, den sächsischen Kollegen ins Röhrchen pusten zu lassen. Weil, das weiß doch jeder: Geschwindigkeitskontrollen finden eher an den Stellen statt, wo kaum eine Gefahr besteht, außer eben die - ha ha ha, ich kann nicht mehr - einer Geschwindigkeitskontrolle."
Radarfallenkultur bedroht
Raser gesucht: Diese wunderschöne, als ausgestopftes Wildschwein getarnte Radarfalle kann nur instandgehalten werden, wenn sich genügend Raser von ihr blitzen lassen.
Foto: Fredrik von Erichsen/ dpaAbgesehen davon, so der SPAM-Informant "jetzt mal im Ernst", wolle man mit Blitzern ja nun allerhand erreichen, aber um Himmels Willen doch nicht, dass sich am Ende alle Verkehrsteilnehmer 'entsprechend' verhalten: "Wissen Sie, was dann passiert? Ohne Bußgelder könnten Städte und Gemeinden nicht mal mehr Ersatzteile für ihre Radarfallen bezahlen."
Legalisierung überflüssig
Neuer perfider Plan: Jede zehnte Anti-Blitzer-App soll demnächst ihre User blitzen.
Foto: Carsten Rehder/ dpa"Außerdem sind wir hier in Deutschland. Da muss man nicht extra etwas erlauben, dessen Verbot sowieso niemand kontrollieren kann."
Illuminierung von Kaufhausdetektiven geplant
Könnte bald verboten werden: Treffpunkte für Menschen, die sich gegenseitig über Radarfallen informieren.
Foto: Wolfgang Kumm/ dpa"Selbstverständlich respektieren wir unseren Kollegen weiterhin. Aber vielleicht sollte er sich künftig darauf fokussieren, Kaufhausdetektive durch eine Rundumleuchte zu kennzeichnen."