Satire bei Spiegel Online: Nach Google kommt Maasle - DER SPIEGEL
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Nach Zerschlagungsdrohung gegen Google "Maasle" kommt!

Etwas nervös ist Justizminister Heiko Maas schon. Klar! Jede Sekunde kann Googles Such-Algorithmus bei ihm eintreffen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Justizminister Maas freut sich: Google bald am Ende!

Justizminister Maas freut sich: Google bald am Ende!

Foto: Oliver Dietze/ picture alliance / dpa

"Und dann gilt es, schnell zu reagieren", erklärte Maas im SPAM-Exklusivinterview. "Meine Programmierer stehen bereit, die neue Suchmaschine 'Maasle', die den marktbeherrschenden Gigant Google mit Hilfe seiner eigenen Suchformel vom Markt fegen wird, soll bereits wenige Stunden später online gehen. Dann sind wir wieder frei." Schon bei dem Gedanken atmet Maas erleichtert aus. Der Justizminister droht derzeit Google mit Zerschlagung, falls ihm die dubiose Internetfirma ihre Suchformel nicht zukommen lässt, sprich offenlegt. "Die haben richtig geschlottert," sagt er stolz. Okay, er gebe zu, der Bundesgerichtshof (BGH) sei noch ein kleiner Wackelkandidat in seinem sonst so ausgeklügelten Plan. Erst kürzlich hat der nämlich den Algorithmus der Schufa zum unantastbaren Geschäftsgeheimnis erklärt. Aber: "Nicht unbedingt vergleichbar", findet Maas. "Schließlich hat der Google-Algorithmus Einfluss auf unsere gesamte Wirtschaft, während die Schufa ja immer nur einzelne Bürger ruiniert." Zur Sicherheit habe er aber auch dem BGH mit Zerschlagung gedroht. "Die wussten gleich, was ich von ihnen wollte." Nur habe er dann zu seinem Entsetzen erfahren müssen, dass die Algorithmen des BGH als sogenannte Gesetzbücher für jedermann - also auch für diese Google-Typen - offen zugänglich seien. "Eine absolut krasse Wettbewerbsverzerrung. Da kriegen die womöglich raus, dass ich sie vielleicht gar nicht zerschlagen kann." Bis zur Einführung von "Maasle", das übrigens "Maasl" und keinesfalls "Maasle" ausgesprochen wird, gelten daher alle deutschen Gesetze ab sofort als Betriebsgeheimnis des Justizministeriums. "Ich denke, die Bürger werden das verstehen", so Maasle, äh Maas.