Nach Vorwürfen Wallraff undercover bei Wallraff
Typisch orgiastische Undercover-Ermittlungs-Szene in der Wallraff-Stiftung mit Praktikantin Svenja (rechts)
Foto: Sean Gallup/ Getty Images"Nach meiner RTL-Reportage über die miesen Arbeitsbedingungen bei Burger King", so der berühmte Aufdecker, "erhielt ich Hinweise darauf, dass ich selbst mit McDonald's zusammenarbeite, Vorträge dort gehalten habe, Gelder empfangen sowie Probleme bei McDonald's nicht veröffentlicht, sondern McDonald's gemeldet habe. Wenn ich so was höre, sagt mir mein Instinkt: Da stimmt was nicht." Sofort habe er einen Plan geschmiedet, erklärt der Vollblut-Rechercheur mit funkelnden Augen. Verkleidet als die blutjunge Praktikantin Svenja werde er schon nächste Woche bei der ominösen Wallraff-Stiftung beginnen. Dort will er schnell zur Assistentin "dieses Wallraffs" aufsteigen. "Damit das auch funktioniert", erklärte Wallraff, "darf der richtige Wallraff natürlich nicht fehlen. Deshalb wird der von einem meiner Mitarbeiter gespielt." Er, Wallraff, trainiere diesen bereits sehr intensiv - mit allem Pipapo. "Ich will nicht zu viel verraten, aber Svenja wird sicher einige Ekel-BigMac-Gelage mit McDonald's-PR-Leuten und ketchuptriefende Schnauzbärte aus allernächster Nähe erleben müssen." Schön werde das nicht, schüttelt sich der Enthüllungsspezialist. "Aber einer muss es ja machen." Er sei froh, dass er es sei.