Satire: Der große SPD-Plan zur Umarmung der Linken - DER SPIEGEL
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SPD Der große Plan

Von 2017 an will die Gerechtigkeitspartei SPD den Linken immer freundlich zuwinken. Das soll heute beschlossen werden. Ziel: Vernichtung der Linken.
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SPD-Linker Ralf Stegner skizziert den Linken-Vernichtungsplan.

SPD-Linker Ralf Stegner skizziert den Linken-Vernichtungsplan.

Foto: Carsten Rehder/ dpa

Wie das funktionieren könnte, deutete Schleswig-Holsteins SPD-Stegner jetzt in mehreren Interviews an. Zunächst soll es der als besonders verbohrt bekannten West-Linken an den Kragen gehen. Denn: "Im Westen wollen wir als Gerechtigkeitspartei links von uns keine Partei im Parlament." Im Osten zwar auch nicht, aber das wird uns "so schnell, glaube ich, nicht gelingen". Zwar, so Stegner in einem Vier-Augen-Interview mit SPAM weiter, dürfte die Koalitionsansage der SPD die Linken 2017 empfindlich dezimieren, aber nicht gänzlich auslöschen. "Die stehen dann nur wieder auf. Das kennt man ja." Deshalb müsse sich die SPD zudem noch in "Die Wahren Linken" umbenennen. "Und falls das auch nicht reicht, dann werden wir uns eben immer weiter umbenennen - notfalls auch in 'PDS'!" Des Weiteren plane die SPD eine Menge freundschaftlicher Treffen, um sich besser kennenzulernen. So werde man etwa bei der nächsten Kranzniederlegung am Grab von Rosa Luxemburg selbstverständlich in großer Anzahl und mit großen Transparenten ("Wählt SPD! Wie einst Rosa Luxemburg!") vertreten sein. "Das sind wir unserem ehemaligen Mitglied schuldig." Grundsätzlich sind alle SPD-Mitglieder von nun an zu langanhaltenden brüder- oder schwesterlichen Umarmungen angehalten, sobald irgendwo ein Politiker der Linken auftaucht - etwa im Parlament. Auf dem heutigen Parteitag wird darüber abgestimmt, ob sich jeweils vier, sechs oder gar acht SPDler auf einen Linken zu stürzen haben. "Das dürfte unserem Koalitionspartner ganz schön zu denken geben", ist Stegner sich sicher und verteilt großzügig, aber auch gerecht einige seiner selbst entworfenen Plaketten "Gemäßigt mittig ist das neue Links" und "CDU? Buh!".