Berlin Senat füttert Touristen an
Die berühmte Berliner Blutwurst
Foto: Tobias Kleinschmidt/ dpaDer rollende Pop-Up-Store, finanziert von den Erlösen der Berliner City-Tax für Touristen, soll noch mehr City-Tax zahlende Touristen nach Berlin locken. Von diesen Erlösen sollen dann bereits im nächsten Jahr statt nur eines einzigen kläglichen Trucks bereits 534 Verkaufslaster losziehen. Zudem sollen fünf Berliner S-Bahnen an zentralen Punkten der europäischen Hauptstädte jeweils eine einwöchige Betriebsstörung erleiden. Im Inneren der Bahn werden von echten Berliner Obdachlosen die typischen Berliner Lebensgefühl-Produkte "Straßenfeger" und "Motz" angeboten. Jeder S-Bahn-Wagon wird zudem von einem in Berlin gerade entbehrlichen, nicht ganz so guten Straßenmusiker beschallt und mit ausreichend vor Ort ja vorhandenen Berlin-Touristen gefüllt. Als Top-Attraktion gelten schon jetzt die nicht ganz billigen "spontanen Fahrkartenkontrollen", die viele Europäer ja von ihren eigenen U- oder S-Bahnen gar nicht kennen. Sie werden von in Berlin gerade entbehrlichen, besonders scharfen Kontrolleuren durchgeführt. Die Werbeaktion 2016 dürfte derart viele Touristen nach Berlin ziehen, dass schon 2017 in zumindest einer europäischen Metropole ein Flughafen angemietet und sodann stillgelegt werden kann, so wie es dem Berliner Lebensgefühl entspricht. Mit einem gigantischen Flohmarkt der Berliner "Maker-Szene" (Hersteller witziger handgehäkelter Leseknochen und Hundemarkentaschen) und dem in Berlin überaus beliebten illegalen Massengrillen wird auf dem Rollfeld dann die geplante erneute Verschiebung der Eröffnung des Berliner Flughafens (BER) gefeiert. So jedenfalls sieht es die offizielle Terminplanung derzeit vor.