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007 mit Verspätung? Schäuble wird neuer Bond-Bösewicht

Im November kommt das neue James-Bond-Abenteuer in die Kinos. So ist es bis jetzt zumindest geplant.
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Die Bond-Werbemaschinerie läuft auf Hochtouren. In manchen Städten wurde sogar schon plakatiert.

Die Bond-Werbemaschinerie läuft auf Hochtouren. In manchen Städten wurde sogar schon plakatiert.

Foto: ARIS MESSINIS/ AFP

Doch der Zeitplan ist in Gefahr. Denn plötzlich soll nicht mehr Christoph Waltz, sondern Wolfgang Schäuble den obligatorischen Oberschurken verkörpern.

Das ist eine Überraschung. Schließlich hatte Schäuble sich zuletzt noch geweigert, Euro-Bonds zu unterstützen. Aber nun könnte er ebenso zur Legende werden wie weiland Goldfinger Gert Fröbe.

Bond-Produzentin Barbara Broccoli gegenüber SPAM: "Mister Schäuble spielt einen bitterbösen alten Mann im Rollstuhl, der mit gnadenloser Hingabe und eiserner Disziplin die wahnwitzige Absicht verfolgt, durch eine teuflische Hebelmaschine Europa in einen Nord- und einen Südteil zu spalten. Seine Figur schreckt wirklich vor nichts zurück. Diese Story wird die Fans packen. Für uns erreicht die Reihe ein damit ein neues Level von Authentizität und Glaubwürdigkeit."

Noch komplizierter wird alles dadurch, dass der Film auch noch umbenannt wurde. Statt "Spectre" heißt er nun "Institutions" - nach einer undurchsichtigen, von extremistischen Marktwirtschaftlern durchsetzten Erpresserorganisation, die noch schnell in den Plot hineingeschrieben wurde. Broccoli ist dennoch optimistisch, dass der Film pünktlich starten kann: "Die wichtigsten Nachdreharbeiten wurden gerade in Brüssel erledigt."

Den enormen finanziellen Mehraufwand rechtfertigt die Produzentin mit dem von ihr erwarteten Rekord-Einspielergebnis: "Das wird der erfolgreichste Bond aller Zeiten - gerade in Griechenland. Das heißt, wenn sie dort dann noch den Eintritt bezahlen können."