Entwarnung wegen Amazon-Streiks Bundesregierung organisiert Weihnachtsgeschenk-Abholstationen
Gabriels revolutionäres Handelskonzept kommt gut an - auch wenn manche Bürger noch etwas unsicher sind und erst einmal nur scheu vor den Fenstern der Abholstationen hin und her gehen.
Foto: Daniel Naupold/ dpaAnfangs wollte die Bundesregierung wegen der Versorgungskrise kurzerhand den Heiligabend verschieben. Doch dann hatte der Bundeswirtschaftsminister die rettende Eingebung: In einer Nacht- und Nebel-Aktion ließ er in allen Städten und zahlreichen Gemeinden völlig neuartige Einrichtungen aus dem Boden stampfen, in denen jeder Bürger sich Artikel aller Art selbst aussuchen, sie berühren, ausprobieren und anschließend sogar gleich mit nach Hause nehmen kann.
Sigmar Gabriel ist vom Erfolg seiner Idee überzeugt: "Ich habe innerhalb kürzester Zeit drei Millionen Menschen mobilisiert, um mein Konzept von Beginn an mit Hunderttausenden Stationen zu realisieren." Der Clou daran sei die Spezialisierung auf bestimmte Warengruppen: "Es gibt zum Beispiel Versorgungsstellen nur für Spielwaren, Heimelektronik oder Damenobertrikotagen." Die Einrichtungen seien im Straßenbild an unmissverständlichen Aufschriften wie "Ulla Popken", "Hugendubel" oder "Gummi-Klose" zu erkennen.
Dass diese innovative Art des Weihnachtseinkaufs für viele Menschen ungewohnt ist, kann der Minister gut verstehen. Er gibt aber zu bedenken, dass es Berührungsängste auf beiden Seiten gibt: "Ich bitte darum, meine Mitarbeiter möglichst nicht anzuklicken."