SPAM-Gewaltanalyse Bahnkunden immer brutaler?
Kein Zufall: Eine 52-jährige Bahnkundin im hoffnungslos verspäteten Regio von Rathenow nach Berlin erreichte - nachdem sie die Zugbegleiterin massiv beleidigte - überraschend doch noch ihren Anschlusszug!
Foto: FABRIZIO BENSCH/ REUTERS
Demnach kam es täglich zu drei Attacken von Passagieren gegen Zugbegleiter und Sicherheitspersonal. Das entspricht einer Steigerung von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wieso? Warum?
Erstens: Die Bahn guckt genauer hin.
Zweitens: Es hilft!
- Züge mit frisch beleidigtem oder verprügeltem Personal fahren in etwa doppelt so schnell (Studie Uni Marburg).
- "Der ICE 2048 nach Köln hatte neulich zwei Stunden Verspätung, und das nur, weil sich unterwegs niemand traute, dem Personal ordentlich Dampf zu machen" (Augenzeugenbericht Nico R., Fahrgast).
- Schon gewusst? Wer den Schaffner beim Abkassieren so schubst, dass der seine Börse fallenlässt, bekommt sofort das Fahrgeld zurück.
- Verblüffend, aber wahr: Züge halten nicht in Wolfsburg, wenn - mindestens - ein Fahrgast im Bordbistro schwungvoll über den Tresen göbelt!
- Störrische Halt-Signale springen erst dann auf Grün, wenn wenigstens fünf Mitreisende die Zugbegleiterin einen "Kackvogel" genannt haben.
- Mit Angriffen gegen möglichst arglose Bahnmitarbeiter vergeht die Zeit bei einem Halt auf freier Strecke deutlich schneller.
- Durchsagen im Zug sind wesentlich besser zu verstehen, wenn man sie selbst und laut genug tätigt, zum Beispiel: "Meine Güte, was ist das hier bloß für ein Scheißladen?!"