Satire@Spiegel Online Banken Karikatur - DER SPIEGEL
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Richtigstellung Überhaupt nicht ungepflegt!

Am 1. September 2015 veröffentlichten wir folgende Karikatur.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Foto: POLO

Das war ein Fehler, wie uns dank einer Zuschrift des Lesers "Diddy D." erst jetzt bewusst wurde:

"Vielen Dank für den erneuten Beitrag zum Banken-Bashing!!! Glauben Sie wirklich, daß die gut 98.000 Mitarbeiter der Deutschen Bank asozial sind? Mit Beiträgen wie diesen stellen Sie alle Bank-Mitarbeiter (nicht nur die der Deutschen Bank) wider besseren Wissens unter Generalverdacht, da eine Differenzierung für und durch die Öffentlichkeit nicht erfolgt. Damit treffen Sie vor allem die hart arbeitende Bank-Mitarbeiter, die Ihr Engagement in den Dienst der Kunden stellen."

"Diddy D." hat Recht. Es handelt sich um eine schäbig-populistische Darstellung, die - leider erfolgreich - an die niedersten Instinkte und Vorurteile des Volkes appelliert.

Wir hätten den Generalverdacht für die Öffentlichkeit differenzieren müssen. Für unser Versäumnis bitten wir alle nicht asozialen Werktätigen des Finanzsektors und Geldvermehrungswesens um Verzeihung. Bei künftigen Veröffentlichungen differenzieren wir obenstehenden Cartoon durch folgenden Zusatz:

Dieser Witz gilt u. a. nicht für Herrn Sparmann von der Filiale in der Parkstraße. Er ist ein sehr freundlicher Herr und wirkt überhaupt nicht asozial. Herr Sparmann trägt bei seiner harten Arbeit einen modernen Maßanzug sowie eine adrette Kurzhaarfrisur. Vor der Beratung bot er uns einen Kaffee an. Das Getränk war vorzüglich. Und von ihm kam damals auch dieser prima Tipp bezüglich des Kaufs von Lehman-Aktien.