Vorsicht, Spoiler! So geht's in "Homeland" weiter
Viele Berliner glauben, auf dieser riesigen Fläche entstünde tatsächlich die Zentrale eines richtigen Geheimdienstes. Auch das belegt die gute Arbeit der Kulissenbauer aus den legendären Babelsberger Filmstudios.
Foto: Jörg Carstensen/ dpaLaut Produktionsfirma dreht sich darin vieles um eine Behörde namens "Bundesnachrichtendienst". Spam kennt weitere Top-Facts zum Agenten-Thriller:
- Im Berliner Stadtzentrum entstehen derzeit auf einem 26 Hektar großen Gelände die Kulissen der "BND-Zentrale". Baukosten: knapp eine Milliarde Euro. Keine TV-Produktion war jemals aufwendiger.
- Das Ganze soll sich auch durch Product Placement refinanzieren: "So könnten wir etwa einen bisher kaum bekannten deutschen Landwirtschaftsminister dezent neben einem Kaffee-Automaten aufstellen."
- Wenn das Filmset fertig ist, verkörpern dort etwa 4000 Komparsen den Auslandsgeheimdienst "BND". Das Geld für diese beinahe lebensecht wirkende Inszenierung - in diesem Jahr 615 Millionen Euro - kommt von risikofreudigen deutschen Fond-Investoren ("Steuerzahler").
- Im Mittelpunkt der Story steht weiterhin eine (nunmehr frühere) CIA-Agentin. Diesmal kämpft sie mit deutscher Hilfe um Informationen über islamistische Terrorbanden wie "EADS" und "Eurocopter".
- Der Chef des "BND" (Rollenname: "Gerhard Schindler") wird vom britischen Oscar-Preisträger Ben Kingsley gespielt: "Ich liebe grandios scheiternde Protagonisten."
- In der vergangenen Woche feuerte man den Drehbuch-Chef ("Head writer"). Sein irrer Plot-Twist: Der imaginäre "BND" werde gar nicht von der deutschen Regierung kontrolliert, sondern sei in Wirklichkeit nur ein weiterer der unzähligen amerikanischen Geheimdienste. Kommentar des "Homeland"-Produzenten: "Selbst wenn wir hier nur Quatschfernsehen machen: Solchen Blödsinn kauft uns niemand ab."