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Europa refurbished Neuer Großkrieg soll EU retten!

Ist das Friedensprojekt Europa am Ende?
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Gute Ideen machen gute Laune.

Gute Ideen machen gute Laune.

Foto: Axel Heimken/ dpa

Dass sich diese Frage immer häufiger stellt, liegt Experten zufolge auch daran, dass Kern und Bedeutung der europäischen Idee in Vergessenheit geraten. Schließlich ist es schon über sieben Jahrzehnte her, dass sich heutige EU-Mitgliedstaaten letztmalig gegenseitig abschlachteten.

Doch in dieser kritischen Situation zeigt die Staatengemeinschaft, dass sie - allen Unkenrufen zum Trotz - enorm handlungsfähig ist: In der vergangenen Nacht hat die EU-Kommission, um den Zusammenhalt der Mitglieder zu vertiefen, die Durchführung eines neuen kontinentalen Großkonflikts beschlossen. Der Krieg soll etwa zehn Jahre lang dauern, zwischen 60 und 100 Millionen Opfer kosten und einen anschließenden Neuaufbau in Einheit, Frieden und Freiheit ermöglichen.

Kommissionschef Jean-Claude Juncker ist stolz auf die schnelle Einigung: "Das war, hicks, meine Idee. Dieser wunderbare Krieg wird Hinterbliebene und Nachgeborene nachhaltig beeindrucken. Viele Generationen werden dadurch verinnerlichen, dass ich, mein Freund Martin Schulz und die Duschkopfnivellierungsdingsda nicht das, hicks, Schlimmste sind, was Europa passie, äh, Scheiße, Text vergessen."

Vereinbart wurde, dass bereits in den Morgenstunden des 1. September 2016 Luxemburger und Malteser Truppen heimtückisch über Finnland herfallen. Infolge eines ausgeklügelten Systems wechselnder Allianzen soll dann binnen weniger Wochen der ganze Kontinent in Flammen stehen. Großbritannien ist bis zum Abschluss der Austrittsverhandlungen verpflichtet, sich an der gemeinsamen Erfolgsgeschichte zu beteiligen. Russland, die USA und China wurden zur Mitwirkung eingeladen.

Einer guten Tradition folgend müsste eigentlich Deutschland die Kampfhandlungen beginnen. Nach Aussage der Bundesverteidigungsministerin ist es jedoch zur Eröffnung des Krieges "aus militärtechnischen Gründen" nicht in der Lage, steht aber "selbstverständlich jederzeit" bereit, ihn zu verlieren.