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Deutsch-Programm vor dem Aus Inder wollen keine Außenseiter sein

Die indische Regierung will ein Projekt stoppen, das vorsah, in 1000 Schulen des Subkontinents Deutsch als erste Fremdsprache zu unterrichten.
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Diese armen Kinder haben es eben erst erfahren: Ihre erste Fremdsprache ist in Wirklichkeit nirgendwo zu Hause.

Diese armen Kinder haben es eben erst erfahren: Ihre erste Fremdsprache ist in Wirklichkeit nirgendwo zu Hause.

Foto: Maja Hitij/ picture alliance / dpa

In Berlin sorgte dies für Verstimmung. Doch inzwischen hat Neu-Delhi den schroffen Schritt begründet:

Demnach stellten indische Linguisten bei einer Untersuchung deutscher Internetseiten fest, dass es sich beim in Indien unterrichteten Lehrbuch-Deutsch um eine praktisch tote Sprache handele, vergleichbar mit Latein oder Sanskrit.

Dieses Deutsch werde in Deutschland offenbar von kaum jemandem noch benutzt. Womöglich könne man sich im Alltag damit gar nicht mehr verständlich machen.

Selbst Menschen, die von Berufs wegen damit zu tun haben sollten - etwa Journalisten - würden dieses Deutsch vermeiden, wahrscheinlich, um ihre Leser überhaupt noch zu erreichen. Professor Ravishandran Sharma gegenüber Spam: "Es tut uns aufrichtig leid. Aber wir möchten nicht, dass unsere Absolventen sich später in Hamburg und München verspotten lassen müssen, nur weil sie einen klassischen Genitiv bilden können."

Die Bundesregierung hält diese Erklärung für ausreichend. Ein Sprecher: "Wegen dem bilateralen Verhältnis machen wir uns nun keine Sorgen mehr." Die freiwerdenden Ressourcen würden genutzt, um Deutsch als erste Fremdsprache in Sachsen und Baden-Württemberg einzuführen.