Nicht nur Draghi wirft den Drucker an Endlich dürfen auch Privatleute Geld kopieren!
Es muss übrigens nicht unbedingt ein Farbdrucker sein. Wichtig ist nur, dass man erkennen kann, welcher Betrag gemeint ist.
Foto: Patrick Pleul/ dpaViele waren beunruhigt, seit die Europäische Zentralbank (EZB) beschlossen hatte, zur Wirtschaftsförderung mindestens 1.140.000.000.000 Euro zusätzlich in Umlauf zu bringen. Sie machten sich Sorgen, dass ihr Geld schon bald von der hohen Kante fallen und sein Wert sich drastisch verringern könnte.
Doch nun gibt EZB-Chef Mario Draghi Entwarnung: "Wir haben soeben beschlossen, dass nicht nur Banken, sondern auch Bürger sich problemlos mit frischem, billigen Geld eindecken können."
Dazu würde das in Scannern und Kopierern installierte "Counterfeit Deterrence System" deaktiviert, welches bislang die Vervielfältigung von Zahlungsmitteln verhinderte. Bereits binnen weniger Wochen sollen laut Draghi alle Geräte über Hard- oder Software-Updates in der Lage sein, Banknoten zu kopieren.
Bundeskanzlerin Merkel sekundiert: "Dieser Schritt ist alternativlos. Wir fordern von unseren Menschen ja schon lange, Geld fürs Alter zurückzulegen, ob nun aufs Sparbuch oder als Kapitallebensversicherung. Wir sind es den gutgläubigen Riester-Rentnern schuldig, die von ihnen getroffene Vorsorge nicht zu entwerten und unsere Staaten nicht auf ihre Kosten zu sanieren."
Erfreulich ist, dass es auch für die private Geldversorgung kein Limit gibt. Draghi: "Für die Bürger gilt dasselbe wie für uns als Zentralbank. Jeder kann so viel kopieren, bis er genug hat." Wer nicht über die notwendige Technik verfüge oder seine Toner-Kartusche schnell leergedruckt habe, könne ebenfalls von der neuen Regelung profitieren: "Es reicht selbstverständlich auch, einen normalen Notizzettel mit einem Nennwert - sagen wir 1.000.000 Euro - zu beschriften, um ihn in ein gültiges Zahlungsmittel zu verwandeln."
Dieses Vorgehen empfehle sich ohnehin, wenn die erwünschte Inflation erst einmal angesprungen sei.