Satire@Spiegel Online: FDP nun doch drin? - DER SPIEGEL
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Phantom-Abwahl FDP nun doch drin?

Eben noch rechneten alle mit einer Großen Koalition. Aber nun kommt wohl doch Schwarz-Gelb zurück.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Bundeswahlleiter Egeler: "Aus meiner Perspektive sah es so aus, als sei sie nicht drin. Ich denke, dass meine spontane erste Entscheidung Bestand hat und es keine Neuansetzung der Wahl geben wird."

Bundeswahlleiter Egeler: "Aus meiner Perspektive sah es so aus, als sei sie nicht drin. Ich denke, dass meine spontane erste Entscheidung Bestand hat und es keine Neuansetzung der Wahl geben wird."

Foto: Christian Charisius/ dpa


Denn womöglich sind die Liberalen weiterhin im Deutschen Bundestag vertreten. Die FDP hat offiziell Protest gegen die Wertung des jüngsten Urnengangs eingelegt.

Generalsekretär Patrick Döring im SPAM-Interview: "Wir glauben fest an eine Wiederholungswahl. Mag sein, dass es rein statistisch und vom Ergebnis her für den Bundeswahlleiter so ausgesehen hat, als hätten wir den Einzug in den Bundestag hauchdünn verfehlt. Wir machen dem armen Mann deshalb keinen Vorwurf. Er muss in Sekundenbruchteilen entscheiden. Aber inzwischen können wir belegen, dass wir durch eine Regellücke doch noch ins Plenum gerutscht sind. Die Fünfprozenthürde wurde von uns zwar nicht direkt übersprungen, aber souverän und deutlich sichtbar für alle umgangen und untergraben."

Als "Printbeweis" führt Döring "Spiegel"-Recherchen an, wonach sieben parlamentarische Staatssekretäre der FDP immer noch ihre Bezüge von jeweils 11.000 Euro monatlich erhalten: "Wenn wir gut bezahlte parlamentarische Staatssekretäre haben, dann sind wir selbstverständlich auch immer noch im Parlament - egal, wie wir da hineingekommen sind. Alles andere wäre hanebüchener Unfug. So etwas nenne ich eine Tatsachenentscheidung."

Nun entscheidet also der Europäische Gerichtshof über das Schicksal der Partei, die bundesweit fast so viele Sympathien genießt wie die TSG 1899 Hoffenheim. Und ganz Deutschland wartet jetzt darauf, dass Angela Merkel sich als faire Sportsfrau erweist und sagt: "Nein, so möchte ich nicht gewinnen."