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Gamshausen - Nächstenliebe in Aktion Tapfere Bürger vereinen sich gegen die Flut

Die Bundesregierung will Restgeld aus dem Hochwasserfolgenfonds von 2013 einsetzen, um den aktuellen Flüchtlingsstrom nach Deutschland bewältigen zu können.
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Dieses provisorische Flüchtlingssperrwerk wird wohl kaum genügen. Die Anwohner brauchen dringend Hilfe.

Dieses provisorische Flüchtlingssperrwerk wird wohl kaum genügen. Die Anwohner brauchen dringend Hilfe.

Foto: Bernd Settnik/ dpa

Bürgerinitiativen begrüßen diesen Schritt: Von Zweckentfremdung könne dabei nicht die Rede sein. Immerhin habe man es jetzt ja auch mit einer Überschwemmung zu tun.

Entscheidend sei allerdings, so der Gamshausener "No Asyl"-Sprecher Giesbert Lattmann, "dass die Mittel zielgenau jene Menschen erreichen, die tatsächlich in Not sind".

Unter Tränen erzählt der stämmige Mittfünfziger, welchen Aufwand er und seine Nachbarn betreiben, um sich vor der nahenden Gefahr zu schützen: "Wir haben unsere Häuser mit Sandsäcken verbarrikadiert und alle Wertgegenstände aus Kellern und Erdgeschossen unters Dach getragen. Aber ich fürchte, das wird nicht reichen." Allerdings hat er eine Idee, wie das Schlimmste vielleicht verhindert werden könnte: "Hoffentlich werden große Polderflächen geöffnet, damit die Flüchtlingsfluten sich nur über wertloses Brachland ergießen und nicht unsere schöne Stadt verwüsten."

Doch trotz seiner Existenzängste genießt Bürger Lattmann derzeit auch ein seltenes Glückgefühl. Noch nie habe er so viel aufopferungsvollen Gemeinsinn erlebt wie in diesen schweren Stunden: "Wir hier im Viertel an der geplanten Notunterkunft stehen alle zusammen. Man kann einander in einer solch verzweifelten Situation nicht im Stich lassen. Das ist ein Gebot der Menschlichkeit."

Dann verabschiedet sich Lattmann, denn er muss zu einer Demonstration. Vor dem Rathaus kämpft er weiter - gemeinsam mit einigen Nachbarn - gegen die Gefahr und setzt damit ein weiteres Zeichen für gelebte Solidarität und Nächstenliebe.

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