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DFB reagiert auf Headset-Katastrophe Publikum soll Schiris aktiver auf Fehler aufmerksam machen

Ein schlimmer Störfall bewegt die Fußballnation.
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Auch "optische Signale wie Rauchzeichen oder Leuchtfeuer" sind laut DFB geeignet, um Informationen an den Schiedsrichter zu übermitteln

Auch "optische Signale wie Rauchzeichen oder Leuchtfeuer" sind laut DFB geeignet, um Informationen an den Schiedsrichter zu übermitteln

Foto: Uwe Anspach/ dpa


Im Bundesligaspiel Frankfurt gegen Augsburg verweigerte der Schiedsrichter den Gastgebern einen klaren Elfmeter. Der (viel weiter weg stehende) vierte Offizielle wiederum hatte das Delikt zwar erkannt, aber es gelang ihm nicht, den Referee per Sprechfunk darauf aufmerksam zu machen.

Damit sich derlei nicht wiederholt, bittet der Deutsche Fußballbund nun das Publikum darum, die Unparteiischen künftig "aktiver und nachdrücklicher" bei der Spielleitung zu unterstützen. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach appelliert: "Die Zuschauer dürfen die Referees in erkenntnis- und kommunikationsschwachen Momenten nicht im Stich lassen."

Niersbach ermutigt die Fans deshalb, abweichende Meinungen und Hinweise zu bestimmten Entscheidungen "möglichst laut und eindringlich" kundzutun, etwa durch sachdienliche Ausrufe wie "Das war Foul, du blinde Nuss!", "Gelbe Karte, rote Karte, raus die Sau!" oder "Abseits, du Arsch!". Auch allgemeinere Unmutsbekundungen seien durchaus geeignet, Schiedsrichter auf Fehler aufmerksam zu machen, zum Beispiel "Schieber!", "Hoyzer!" oder "Wir wissen, wo Dein Auto brennt!".

Dass angesichts des nicht gegebenen Strafstoßes bereits am Sonntag Tausende Frankfurter Anhänger wütend protestierten, findet Niersbach zwar ermutigend, aber nicht ausreichend: "Das war noch nicht deutlich genug. Wenn Referee und Linienrichter ein derart klares Foul nicht sehen, dann können sie selbstverständlich auch nur extrem laute Pfiffe hören."

Außerdem will der DFB sich nicht mehr nur auf die moderne Technik verlassen. Falls es einem Linienrichter noch einmal nicht gelingt, den Referee fernmündlich zu erreichen, soll er künftig mit Gesten das Publikum animieren, diesen auf traditionelle Weise auszurufen: "Schiedsrichter ans Telefon!"