"Ungünstige Sozialprognose" George W. Bush bleibt hinter Gittern!
Bush, Rumsfeld, Cheney: Heute sitzen sie in benachbarten Zellen und verständigen sich mit Klopfzeichen.
Foto: Kevin Lamarque / REUTERSDas hat der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag gestern nach einem - vom Fernsehsender CNN aufgezeichneten - Haftprüfungstermin entschieden. Dabei hatte der frühere US-Präsident seine unermüdlich allen Terror aus den Verdächtigen heraus folternden Geheimdienstler als "Patrioten" gewürdigt, "die hart für uns arbeiten" und "Beiträge für unser Land" leisten.
Bush verbüßt seit sechs Jahren eine lebenslange Freiheitsstrafe in einem Uno-Gefängnis auf niederländischem Boden, wo selbstverständlich auch seine willigen Helfer Dick Cheney, Donald Rumsfeld und Paul Wolfowitz einsitzen.
Die Gerichtsentscheidung wird weltweit einhellig begrüßt. Der britische Ex-Premier Tony Blair etwa hält es für "unvorstellbar, dass solch eine unverbesserliche Figur in Freiheit kommen und sich womöglich in Interviews der eigenen Untaten brüsten könnte". Außerdem, so Blair weiter, könne es nicht sein, dass internationales Recht immer nur "gegen Afrikaner und so" eingesetzt werde. Es gelte für alle, "also auch für Leute wie ihn und mich".
Auch Bundeskanzlerin Merkel äußerte sich erleichtert: "George W. Bush hat entscheidend dazu beigetragen, dass Hunderttausende ums Leben kamen und immer noch kommen. Er hat eine ganze Region ins Chaos gestürzt. Ich habe immer vor ihm gewarnt. Deutschland ist in seine Machenschaften glücklicherweise nicht verwickelt."