Dreht die Union jetzt völlig durch? Schäuble plant neue Spekulationssteuer
Die Spekulationssteuer würde sofort nach jeder Talkshow kassiert.
Will Schäuble die Einnahmen etwa für die Griechenland-Rettung verwenden? Spekulationen sind erlaubt.
Foto: Paul Zinken/ dpaFinanzminister Schäuble plant, den Geltungsbereich der Spekulationssteuer auf alle mehr oder weniger öffentlich geäußerten vagen Vermutungen und nicht belegten Annahmen zu erweitern!
Gegenüber Spam rechtfertigt er seinen Vorstoß: "Es kommt immer häufiger vor, dass jemand versucht, anderen Menschen waghalsige, kaum faktengedeckte Hypothesen zu verkaufen. Ich fände es legitim, wenn der Staat endlich an den so erzielten Aufmerksamkeitsgewinnen beteiligt würde." Allein die in der vergangenen Woche deutschlandweit geäußerten Mutmaßungen hätten dem Fiskus zusätzliche Einnahmen von mehreren Milliarden Euro einbringen können.
Besonders hoch will Schäuble jene Spekulationen besteuern, die mit Formulierungen wie "In dieser Situationen verbieten sich zwar Spekulationen…" eingeleitet werden.
Abgabensenkend kann wiederum die Einhaltung einer sogenannten Haltefrist wirken. Das heißt, an der jeweiligen Vermutung muss mindestens 24 Stunden festgehalten werden, bevor eine neue Spekulation angestellt werden kann.
Sonderregelungen gelten für Talkshows, weil es sich dabei um die gefürchteten Spekulationsblasen handelt.