TV-Gebühren sinken weiter Krankenkassen übernehmen Kosten für Griechenland-Talkshows
Weil die Talktherapie für seelische Stabilität sorgt, müssen weniger Psychopharmaka verschrieben werden.
Foto: Patrick Seeger/ picture alliance / dpaNachdem der sogenannte Rundfunkbeitrag gerade erst um monatlich 48 Cent gesenkt worden ist, steht nun eine weitere, noch gravierendere Reduzierung bevor.
Denn ab sofort übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Produktionskosten sämtlicher "Grexit"-Talkshows und damit für etwa 50 Prozent des öffentlich-rechtlichen Programms. Darauf hat sich der GKV-Spitzenverband in der Nacht mit Vertretern des Bundesgesundheitsministeriums sowie von ARD und ZDF verständigt.
Zur Begründung heißt es, dass es sich bei besagten Sendungen um eine besonders effektive Form der klassischen Gesprächstherapie handele, die normalerweise nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Kassen gehört.
Die regelmäßige, hochdosierte Verabreichung von Griechenland-Talks jedoch sei sehr wirksam bei der Behebung nationaler Angststörungen und eigne sich vorzüglich zur Prävention von Selbstzweifeln. Indem es negative, selbstbildgefährendende Emotionen vom Publikum auf ein weit entferntes Ziel projiziere, fördere das moderne Verfahren die seelische Gesundheit des gesamten Volkskörpers.
Leider gibt es dabei auch einen Wermutstropfen: Wegen der "erheblichen zusätzlichen finanziellen Belastungen" wird der Allgemeine Beitragssatz der Krankenversicherung von 14,6 auf 16,4 Prozent erhöht, wahrscheinlich jedoch nur vorübergehend - das heißt, bis Günther Jauch seine ARD-Kostenstelle verlassen hat.