SPAM-Verbrauchertipp Kill Grill
Was kann man denn überhaupt noch essen? Wird einem auch das letzte Vergnügen vergällt?
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Krankenhauskeime gehören nicht in Spareribs, Gemüse, gefüllte Hühnerbrust und Garnelen, sondern ins Krankenhaus
Foto: Daniel Maurer/ dpaAbgepacktes Grillfleisch enthält aktuellen Stichproben zufolge häufig gefährliche Erreger, die gegen Antibiotika resistent sind.
Genau diese sogenannten Krankenhauskeime sind dafür verantwortlich, dass Hospitalinsassen durchschnittlich nicht so gesund sind wie der Rest der Bevölkerung. Die neuen Untersuchungen geben nun auch einen Anhaltspunkt, warum Tiere, die auf dem Grill landen, oft schon verstorben sind.
Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Sie können sich schützen!
- Die Grillfleisch-Erreger lassen sich (wahrscheinlich) austricksen, indem man das Grillfleisch einfach roh isst.
- Das oberste Gebot der Grillhygiene: Hände und Fleisch vor, bei und nach dem Grillen keinesfalls mit Marinade oder Bier, sondern großzügig mit einem Desinfektionsmittel behandeln, das sämtliche Erreger abtötet - etwa Bacillol, Sterillium, Microzid Liquid, Meliseptol Rapid oder Schöfferhofer Grapefruit.
- Zusätzliche Sicherheit bringt es, den frisch gegrillten Schweinenacken bei mindestens 60 Grad zu waschen, zusammen mit der Unterwäsche.
- Wer keimseitig gar nichts riskieren will, gießt reichlich Spiritus oder Benzin auf die glühende Kohle und verbrennt so nicht nur sich selbst, sondern auch das Steak. Aber Vorsicht: Eine dicke schwarze Kruste genügt nicht. Das Fleisch muss wirklich richtig "durch" sein.´
- Guten Appetit, und nicht vergessen: selbstverständlich nur mit Mundschutz essen!