Satire@Spiegel Online: Guantanamo Bücherboarding - DER SPIEGEL
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Guantanamo Jetzt foltern sie mit Bücherboarding

Eines muss man Barack Obama lassen: In seiner Amtszeit wurde Guantanamo zwar nicht geschlossen (technische Gründe: erst Schlüssel weg, dann Schloss kaputt), aber verfeinert.
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Gefangenenanwalt Connell findet den Vorwurf "Folter" zwar schon bestätigt, will aber dennoch weiter "eingehend prüfen"

Gefangenenanwalt Connell findet den Vorwurf "Folter" zwar schon bestätigt, will aber dennoch weiter "eingehend prüfen"

Foto: Carol Rosenberg / dpa

Aktuellstes Indiz für eine subtile Lager-Reform: Ein Wärter soll einen muslimischen Häftling schikaniert haben, indem er ihm das Sado-Maso-Kompendium "Fifty Shades Of Grey" aufdrängte. Womöglich sollte die Lektüre den Gefangenen dazu bringen, aus seinen Haftbedingungen und etwaigen Misshandlungen künftig einen gewissen Lustgewinn zu ziehen.

Angeblich ist das Opfer der Misshandlung nur knapp entgangen. Es konnte sich gerade noch weigern, das Buch gierig bis zur letzten Zeile zu verschlingen.

Aus US-Sicherheitskreisen verlautet, es sei keineswegs beabsichtigt, mit derlei "Literatur" religiöse oder ästhetische Empfindungen der Insassen zu verletzen. Vielmehr wolle man ihnen mit den Büchern "aufmunternd auf den Kopf hauen, oder auf die Finger, je nachdem".

Menschenrechtsorganisationen fürchten nun eine weitere Eskalation: Die Wachmannschaften, so heißt es, könnten nun sogar mit Werken von Hans-Olaf Henkel oder Eckart von Hirschhausen gegen ihre Gefangenen vorgehen: "Und einfach wegzugucken hilft diesen armen Menschen dann auch nicht mehr: Ihre Peiniger haben nämlich auch Hörbuch-CDs!"

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