Mitgliederentscheid Juristen fordern "SPD-Ehrendienst"
Einmütig wählen gewählte Sozialdemokraten "D"ear Angela zu ihrer Kanzlerin
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475.000 SPD-Mitglieder entscheiden in den nächsten Tagen, ob das Vaterland schon im Dezember eine frische Regierung bzw. in vier Jahren noch eine SPD haben wird.
Das ist eine gewaltige Machtfülle in den Händen von etwa 0,77 Prozent der wahlberechtigten Bundesbürger. Doch leider sind sie dafür überhaupt nicht demokratisch legitimiert: Nach Meinung führender Verfassungsrechtler führt deshalb kein Weg daran vorbei, dass alle SPD-Mitglieder künftig in freier, gleicher und geheimer Wahl vom Volk gewählt werden müssen. Bereits in vier Jahren sollen die Bürger erstmals nicht mehr über die Zusammensetzung des Bundestages abstimmen, sondern über die Besetzung ihres jeweiligen SPD-Ortsvereins.
Da sich für eine SPD-Mitgliedschaft immer weniger Freiwillige zur Verfügung stellen, soll ein verpflichtendes "sozialdemokratisches Jahr" eingeführt werden. Jeder Deutsche ab 18 Jahren muss dann einen zwölfmonatigen sozialdemokratischen "Ehrendienst" ableisten, also rege am Parteileben teilnehmen, die "Internationale" singen und sogar über Referate von Andrea Nahles diskutieren.
Die vom Bürger gewählten Mitglieder wählen dann ihrerseits die Bundesregierung. SPD-Kanzlerin bleibt selbstverständlich Dr. Angela Merkel.