Druck zeigt Wirkung Ankara will IS-Terror nicht länger zusehen
Die türkische Regierung will geflohenen Kurden nicht länger Bilder von der Zerstörung ihrer Heimat zumuten.
Foto: Tolga Bozoglu/ dpaDie türkische Regierung erfüllt endlich ihr Versprechen: Bereits vor geraumer Zeit hatte sie angekündigt, der Zerstörung Kobanes durch die IS-Dschihadisten nicht zusehen zu wollen. Nun - auch angesichts starken internationalen Drucks - handelt Ankara:
Überall dort, wo die umkämpfte Kurdenstadt von türkischem Territorium aus überblickt werden kann, errichtet das türkische Militär derzeit massive, meterhohe Sichtblenden. Präsident Erdogan begründet die Maßnahme gegenüber Spam: "Genug ist genug. Die Terroristen haben den Bogen eindeutig überspannt. Wir können uns deren Treiben doch nicht tatenlos angucken, sondern müssen eine entschlossene Antwort geben. Solch ein Zivilisationsbruch darf sich nicht vor aller Augen vollziehen - insbesondere, wenn er von Leuten begangen wird, die wir gestern noch unterstützt haben."
Die Lage im Grenzgebiet, so Erdogan, werde sich nun rasch beruhigen: "Und falls nicht, verteilen wir eben Gehörschutzwatte."