MDR vor Gericht Hinter Gitter! Und den Schlüssel wegwerfen!
Nach und vor "Brisant" sendet der MDR das "Feuerwerk der guten Laune"
Foto: Andreas Lander/ picture-alliance/ dpaVerklagt hat die öffentlich-rechtliche Irrenanstalt ein Mann, der bislang lediglich tatverdächtig ist, jedoch in einer Moderation des ARD-Wissensmagazins "Brisant" bereits als "Mörder" bezeichnet wurde.
Der MDR sieht der Verhandlung gelassen entgegen: Man gehe davon aus, "dass die Zuschauerinnen und Zuschauer den Begriff 'Mörder' in dem konkreten Kontext nicht im juristisch-technischen Sinne, sondern als Stilmittel verstehen".
Anscheinend meint der Sender, dem Gericht glaubhaft machen zu können, dass "Brisant"-Stammzuschauer überhaupt etwas verstehen. Ein Grund zum Optimismus ist auch, dass "Brisant"-Mitarbeiter ohnehin kein bisschen schuldfähig sind.
Wir gehen übrigens davon aus, dass unsere Leserinnen und Leser Begriffe wie 'Irrenanstalt', "Dilettantenstadl" oder "publikumsverachtende Arschgranaten" nicht im forensisch-diagnostischen Sinne, sondern als Stilmittel verstehen.