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Bild des Tages Spuck Schnecken?

War das ein Schock heute Morgen im Kanzleramt!
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die allwöchentliche Kabinettssitzung währte gerade fünf Minuten, die Machthaberin hatte sich zum Lockerwerden soeben zum ersten Mal überhaupt an Entwicklungsminister Gerd Müller gewandt ("Junger Mann, was ich mich schon lange frage: Wer sind Sie eigentlich?"), als sie plötzlich zu husten begann, ihr Gesicht rot-blau anlief und der Kanzlerinnenkörper von schweren Krämpfen geschüttelt wurde.

Foto: DPA

Die Bundesregierung erstarrte buchstäblich vor Entsetzen, als ihre Chefin dann minutenlang einen etwa drei Meter langen schlangenartigen Organismus hervorwürgte, ihn kommentarlos zusammenrollte, in ihrer Handtasche verstaute und gemäß der Tagesordnung mit der routinemäßigen Dobrindt-Demütigung fortfuhr.

Nun rätselt das politische Berlin, was es mit dem mysteriösen Fremdkörper auf sich haben könnte. Wie und - vor allem - durch wen wurde er in die Kanzlerin hineinpraktiziert? Lag es an verdorbenem Sushi? Wurde die Kanzlerin infolge eines Zauberstabdefekts Opfer des berüchtigten Harry-Potter-Zaubers "Spuck Schnecken!"? Oder hat die NSA nach der Handy-Blamage tatsächlich einen charmanteren Weg zur vollständigen Merkelkontrolle gefunden?

Regierungssprecher Seibert warnt die Medien bereits vor einer "Skandalisierung dieser kleinen Unpässlichkeit". Dass der ominöse Riesenwurm eine weitere verfassungswidrige Verbindung nach Washington darstellt, hält er "nach bestem Wissen und Gewissen für eigentlich fast so gut wie ausgeschlossen". Wahrscheinlich sei "das Ding" harmlos. Und Außerirdische kämen seiner Erfahrung nach "wohl eher durch die Bauchdecke".