Heureka! beim "Mau-Mau" Zwei Mal aussetzen, bitte!
Skatspieler kennen das vom Ramschen: Der mindeste Mindestlohn gewinnt.
Foto: Bernd Wüstneck/ picture alliance / dpaSPD und Opposition sind dagegen. Doch nun gibt es einen überraschenden wie naheliegenden Kompromissvorschlag.
Unglaublich, aber wahr: Die rettende Idee kam einem Sprecher der Arbeitgeberverbände beim Kartenspielen! Seine Tochter hatte beim "Mau Mau" gerade zwei Asse ausgelegt: "Haha, Papa, zwei Mal aussetzen!", als ein Heureka-Erlebnis den Mann erleuchtete: Man sollte den Mindestlohn nicht nur einmal, sondern zwei Mal aussetzen!
Denn es wäre unfair, nur arbeitssuchenden Migranten so den Weg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Unterprivilegierte Einheimische hätten dann noch schlechtere Jobchancen. Damit auch diese Menschen sich gerecht behandelt fühlen, muss der Mindestlohn also auch für sie fallen. Der Arbeitgebersprecher euphorisch gegenüber SPAM: "So gibt es kein böses Blut. Denn niemand kann dann behaupten, er würde mehr benachteiligt als andere."