Niebel im Glück Schon Anfang 2016 feiert er fünf Jahre Rheinmetall!
"Ohne Abriss kein Wiederaufbau, für mich ändert sich nichts"
Foto: Ruppert Mayr/ dpaDenn obwohl Dirk Niebel erst Anfang kommenden Jahres als Cheflobbyist beim Rüstungskonzern Rheinmetall einsteigt, kann er dort bereits im Januar 2016 sein fünfjähriges Firmenjubiläum feiern.
Das Unternehmen ist nämlich bereit, ihm seine vier Jahre als Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung auf die Dauer der Betriebszugehörigkeit anzurechnen. Ein Sprecher des Personalvorstands: "Herr Niebel befand sich seinerzeit ja gewissermaßen in der Ausbildung und bereitete sich auf sein Arbeitsverhältnis bei uns vor. Die Zeit im Kabinett war für ihn praktisch dasselbe wie für einen Tischler die Lehre. Ohne die dabei erworbenen Qualifikationen und Kontakte könnte er seine neue Aufgabe unmöglich ausführen."
Rheinmetall will sich deshalb beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) dafür einsetzen, die Bundesregierung als "vorbildlichen Ausbildungsbetrieb" auszuzeichnen: "Dank dieser großartigen Einrichtung können Menschen, die - warum auch immer - den Einstieg ins richtige Berufsleben verpasst haben, sich dann doch noch so entwickeln, dass wir sie in der Wirtschaft unterbringen und vielleicht sogar gebrauchen können."
Dank der Großzügigkeit seines Arbeitgebers gewinnt Niebel übrigens nicht nur Blumen sowie einen Büchergutschein, sondern auch besseren Kündigungsschutz und 100 Prozent Weihnachtsgeld. Es ehrt den emsigen Liberalen, dass er in dieser Situation auch an Menschen denkt, denen es vielleicht nicht so gut geht: "Ich bete für Ronald Pofalla, dass die Bahn eine ähnliche Regelung findet."