Retter hatten keine Chance NSU-Akte jämmerlich ertrunken
Gegen solche elementaren Gewalten hat eine einzelne Akte keine Chance.
Foto: Dimitris Legakis/ dpaDiese traurige Erkenntnis trifft nun auch den NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags mit voller Härte: Eine von ihm angeforderte Akte eines erheblich verwickelten Neonazis und Ex-Verfassungsschutz-V-Manns wurde leider vom Hochwasser hinfortgeschwemmt.
Und das ist noch vergleichsweise unspektakulär - wenn man bedenkt, was solchen Unterlagen noch alles zustoßen kann:
- Manche Papiere zerbröseln buchstäblich unter der auf sie geladenen Schuld und landen dann (versehentlich) auf der Kehrschaufel.
- Andere werfen sich unter eine umstürzende Tasse Kaffee (Bilanzsuizid).
- Oder sie verfallen in katatonische Starre und lassen sich still von Würmern fressen.
- Bestimmte Akten kommen vom Zigarettenholen nicht ins Archiv zurück ...
- ... beziehungsweise werden von ihrem Ordner nicht wieder hereingelassen.
- Verschiedene Beweismittel tendieren sowieso zur Feuerbestattung.
- Weil ein Datensatz aus Thüringen die ganze Zeit mit seinem Smartphone beschäftigt war, ist er schließlich vor einen Schredder gelaufen.