Sportförderung Pirouette oder Blitzkrieg?
Freunde der Nationenwertung - hier werden um die 5000 Medaillen versenkt!
Foto: Bernd Weißbrod/ dpaDas Vaterland errang nur 19 Medaillen. Jede davon, so wurde errechnet, kostete den Steuerzahler durchschnittlich 1,33 Millionen Euro.
Ist das viel oder viel zu wenig? Lohnt Olympia sich betriebswirtschaftlich, um Nationalglück zu produzieren? Sollte Deutschland vielleicht doch lieber Krieg führen, um gegen andere Nationen zu verlieren? Nun, Fakt ist Folgendes:
- Mit den Aufwendungen für einen einzigen Podestplatz könnte man eine ganze "Wetten, dass..?"-Sendung finanzieren. Und diese Show elektrisiert die Massen inzwischen fast so wie ein Halbfinale im 3000-Meter-Auf-Kufen-im-Kreis-Fahren.
- Würden die vergeblichen Schlittschuhbemühungen aufgegeben, gäbe es finanziellen Spielraum für ein Top-Investment: Es wäre nämlich möglich, endlich auch den jetzigen Bundespräsidenten kostenneutral in den wohlverdienten vorzeitigen Ruhestand zu versetzen und ihn dort fünf Jahre lang mit dem Lebensnotwendigsten zu versorgen.
- Würden deutsche Biathleten künftig bei bewaffneten Konflikten eingesetzt, käme dort wenigstens niemand zu Schaden.
- Wenn man Bobs mit einer Art Generator ausstattete, ließe sich kostengünstig Öko-Strom erzeugen - zumindest beim Herunterfahren. Der Clou: Viel schlechter wären die Platzierungen dann auch nicht.
- Vielleicht sollte man den Leistungssport nun aber auch erst recht fördern: Allein mit den für Stuttgart 21 verplanten Mitteln würden unsere Athleten - bei gleichbleibender Ertragslage - in Pyeongchang 2018 um die 5000 Medaillen gewinnen. Das wäre ein ziemlicher Schock für den Rest der Welt!