RTL-Boxen noch spannender Doktor Dekubitus haut Klitschko um!
Die Vereinigung ökologischer Landbau weist bei dieser Gelegenheit darauf hin, dass auch Fallobst sich hochwertig veredeln lässt.
Foto: AP/dpaMillionen Zuschauer sahen erneut einen dieser sagenhaften Kämpfe, die alles halten, was der Schwergewichtskanal RTL vorher wochenlang verspricht: eine enge Kiste bis zum Schluss, zwei Boxer absolut auf Augenhöhe - zumindest, soweit es Pulevs Augen und Klitschkos Füße betraf.
Und der Clou: Im Frühjahr will der Sender seinem Publikum noch mehr Spannung bieten. Denn dann verteidigt Weltmeister Wladimir Klitschko seinen Titel gegen den Braunschweiger Rentner Dr.-Ing. Herbert Venslow.
RTL-Moderator Florian König hofft auf den "größten Kampf aller Zeiten": "Venslow hält sich seit über 20 Jahren im St.-Hedwigs-Stift fit. Das ist ein brandgefährlicher Mann. 137 Kilo. Zwei Hände. Kinn. Bettlägerig. Den holst du nicht so einfach von den Beinen. Außerdem wurde er noch nie geschlagen, weder von seinen Urenkeln noch vom Pflegepersonal." Zudem sei Venslow lediglich auf einer Körperseite gelähmt und könne - bei ausreichender Ringbeleuchtung - seinen Gegner durchaus schemenhaft wahrnehmen.
Auch Ring-Reporter Kai Ebel fiebert dem "Jahrtausend-Clash aller Milleniumskämpfe" entgegen: "Ich glaube, Klitschko muss sich diesmal ganz, ganz warm anziehen. Dieser Herausforderer kann ihn definitiv umhauen. Nicht umsonst trägt Venslow in der Szene den Kampfnamen 'Doktor Dekubitus'. Das ist, so weit ich weiß, der Name einer tödlichen afrikanischen Giftspinne."
RTL hat bereits damit begonnen, ein dreistündiges Vorprogramm für die Auseinandersetzung zu entwickeln. Unklar ist noch, unter welchem Titel der Kampf vermarktet wird. Im Gespräch sind: "Die Nacht der Super-Abrechnung", "Die Nacht der Hyper-Vergeltung" oder "Die lange Nacht des offenen Denkmals".
Herbert Venslow trainiert unterdessen bereits mit einem Logopäden-Team. Wenn alles perfekt liefe, so heißt es, könne er Anfang Februar in ein Mikrofon den Satz hineinsprechen: "Ich prügele Klitsch die Seele unten raus und stopfe sie seinem Bruder oben wieder rein!" Kai Ebel: "Das wäre großartig. Mehr können wir von einem Herausforderer wirklich nicht erwarten."