Orientierungsverlust durch Sonnenstürme? Russische Artillerie verirrt sich nach Bayern
Sogar bis ans Brandenburger Tor haben sich Russen verfahren. Die Besatzungen weigern sich bis jetzt, ihre Panzer zu verlassen.
Foto: Wolfgang Kumm/ dpaHeute früh um fünf wurden die Senioren von dröhnenden Motoren, dem Klappern schwerer Metallteile und lauten Flüchen geweckt: Vor ihrem Haus machten sich Dutzende Uniformierte mit schwerem Gerät zu schaffen.
Bundeswehroberst a. D. Hans-Hubert Redlmoser rekognoszierte sofort die Lage und erkannte: Eine russische Artillerie-Einheit hatte in seinem Garten drei 152-mm-Selbstfahrlafetten aufgestellt und schickte sich nun an, den Goldfischteich zu einer getarnten Feuerleitstelle umzubauen.
Doch zum Glück handelte es sich nicht um den Ernstfall: Das zur ruhmreichen 41. Armee gehörende Bataillon war während eines Manövers bei Nowosibirsk vom Wege abgekommen und dabei versehentlich bis tief hinein nach Deutschland gelangt.
Wissenschaftler sind fasziniert: Normalerweise verirren sich russische Soldaten allenfalls bis in die Ukraine. Noch gibt es keine Erklärung für die Routenabweichung. Einer Theorie zufolge sind es gewaltige Sonnenstürme, die das Magnetfeld der Erde und damit den Orientierungssinn der Russen destabilisieren.
Vertreter der Bürgerinitiative "Der Mast muss weg!" dagegen glauben, das passiere "alles nur wegen der Mobilfunkstrahlung".