Satire@Spiegel Online: Stoppt die Trickser-Mafia! - DER SPIEGEL
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Von wegen "wenig gelaufen" Stoppt die Trickser-Mafia!

Der ADAC warnt - wieder einmal - vor sogenannten Tacho-Drehern.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Moderne Fahrzeuge verfügen schon über einen integrierten Tacho-Manipulator (Quelle: ADAC/dpa)

Moderne Fahrzeuge verfügen schon über einen integrierten Tacho-Manipulator (Quelle: ADAC/dpa)

Foto: ADAC/ dpa


Weil die Autohersteller ihre Produkte unzureichend schützen, wird jeder dritte Gebrauchtwagen mit manipuliertem Kilometerstand angeboten. Und leider beschränkt die heimtückische Verjüngung sich nicht auf Fahrzeuge.











Neues Album

Für viele Konsumenten ist die äußere Anmutung (Foto: Warner Music) das wichtigste Kaufargument

Für viele Konsumenten ist die äußere Anmutung (Foto: Warner Music) das wichtigste Kaufargument

Foto: Warner Music/ dpa

Einen bizarren Betrugsfall entdeckte die Polizei bei einer bundesweiten Kaufhaus-Razzia: "Das Modell mag zwar extrem scheckheftgepflegt und insgesamt wenig gelaufen sein. Aber nach unseren Erkenntnissen ist und bleibt es Baujahr 1946. Davon steht nichts in der Begleitdokumentation." Wer auf dieses scheinbar attraktive Sonderangebot hereinfalle, werde bald mit altersüblichen Defekten zu kämpfen haben - Osteoporose, Tremor, Demenz bzw. "Text vergessen". Dennoch wurden die inkriminierten Produkte nicht beschlagnahmt. Ein Beamter: "Wer nimmt denn heute noch CDs?"



Abgelaufene Maden?

Nährboden: Entscheidend ist die richtige Lagerung

Nährboden: Entscheidend ist die richtige Lagerung

Foto: Oliver Berg/ picture alliance / dpa

Kein Skandal ohne Lebensmittelbranche: Immer häufiger wird die Laufleistung von Gammelfleisch manipuliert. Ein Imbiss-Inhaber aus Berlin: "Ich habe mehrere Tonnen Schweinehack aus Leasing-Rückläufern gekauft. Das war vor vier Wochen. Aber immer noch bewegt sich das Fleisch höchstens drei Zentimeter am Tag. Das ist Betrug: Entweder sind die Maden krank, oder sie waren nicht mehr frisch."

Alter Schinken

Immer dreister: Betrüger zu faul zum Abmalen

Immer dreister: Betrüger zu faul zum Abmalen

Foto: JEAN-PIERRE MULLER-JAVIER SORIAN/ AFP


Sogar ein SPAM-Mitarbeiter fiel der abgefeimten Trickser-Mafia schon zum Opfer: Er gab ein ganzes Jahresgehalt für ein, wie er findet, "schönes neues Deko-Bild" aus. Zu Hause stellte er fest, dass das Erzeugnis in Wirklichkeit schon 500 Jahre irgendwo herumgehangen hatte. Der Verkäufer verweigert eine Rücknahme: "Das ist Neuware. Ich schwöre. Hab' ich selbst gemacht." Doch der Betrüger hat keine Chance. Die Sache geht vor Gericht.

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