Satire@Spiegel Online: Transfer-Ticker - DER SPIEGEL
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+++ Transfer-Ticker +++ Von Klaeden will weg! Kommt Gas-Gerd?

Die Saison ist so gut wie beendet, Zeit für Wechsel und Gerüchte:
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Eckart von Klaeden (CDU) trägt einen angedeuteten Scheitel (links), was aus dieser Perspektive zwar nicht zu sehen ist, ihm aber, wie wir wissen (Titanic, Mai 2001, Klärung eines Sachverhalts zu einem CDU-Schwarzgeldkonto), außerordentlich gut steht

Eckart von Klaeden (CDU) trägt einen angedeuteten Scheitel (links), was aus dieser Perspektive zwar nicht zu sehen ist, ihm aber, wie wir wissen (Titanic, Mai 2001, Klärung eines Sachverhalts zu einem CDU-Schwarzgeldkonto), außerordentlich gut steht

Foto: Sean Gallup/ Getty Images

[8.15 Uhr] Erst der Nacht-und-Nebel-Coup um Mario Götze, dann das Hickhack um Robert Lewandowski und nun der Transfer-Oberhammer: Cheflobbyist Eckart von Klaeden (CDU, defensives Mittelfeld) möchte schnellstmöglich zu Daimler-Benz wechseln und dort als Staatsminister arbeit…, nein, halt, andersherum - also: Staatsminister Ecka…, ach, egal. Jedenfalls bekommt er von Angela Merkel derzeit keine Freigabe und muss seinen Vertrag im Kanzleramt bis Saisonende (22. September) absitzen, möglicherweise auf der Tribüne. Die Opposition schäumt: "Und das soll sportliche Fairness sein?", "Wieso lässt sich die Regierung ausgerechnet ihren frisurtechnisch besten Kopf wegkaufen?" "Warum verpflichtet Daimler keinen SPD-Mann, etwa Peer Steinbrück? Machen die das etwa nur, um konkurrenzfähig zu bleiben?" (dpa/spam)

[10.02 Uhr] Konzernvertreter reagieren besorgt auf die jähe Debatte. Um die Lage etwas zu beruhigen, schlagen sie vor, der Politik künftig Perspektivkader auf Leihbasis zur Verfügung zu stellen: "Diese Leute stehen dann bei uns unter Vertrag, werden also auch von uns bezahlt und können mehrmals täglich ohne großes Aufsehen und langwierigen Schreibkram zwischen Politik und Wirtschaft hin- und her wechseln. Die Bundesregierung wäre damit eine Art Ausbildungsmannschaft, ein 'Farmteam' für die deutsche Industrie." Echo aus Kabinettskreisen: "Und das soll innovativ sein?" (reuters/spam)

[10.38 Uhr] Die SPD bringt den absoluten Königtransfer ins Spiel: Routinier Gerhard Schröder wechselt im Herbst von Gasprom zurück ins Kanzleramt. Es wird spekuliert, dass er sogar seinen Vorlagengeber Joschka mitbringen könnte. Allerdings wäre dann noch zu klären, ob für Fischer nun Siemens, RWE oder BMW die Ablösesumme kassiert. (ap/spam)