Bändigt Juncker den irren Griechen? Athenlos durch die Nacht, spür' was Tsipras mit uns macht!
Was der übermotivierte Irrwisch noch lernen muss: Es ist kein Problem, auf Kosten anderer zu prassen. Man muss es nur richtig machen.
Foto: Michael Kappeler/ dpaDas wäre unseriös. Das würde die Erwartungen der Wähler konterkarieren. So verhält sich kein Politiker, der ernst genommen werden will.
Doch EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker ist bereit, für Alexis Tsipras eine goldene Brücke nach Athen zu bauen: "Dank meiner Lebenserfahrung kann ich den Eifer des jungen Mannes vielleicht kanalisieren. Schließlich war auch ich mal Ministerpräsident eines Landes, das seine Stärken eher nicht im produktiven Bereich hat."
Der Luxemburger Routinier hat deshalb einen guten Rat für den Berufseinsteiger: "Wenn er seinen Etat auf Kosten anderer Länder sanieren will, dann kann er doch eine Steueroase gründen."
Juncker erzählt im Spam-Interview nicht ohne Stolz, dass er auf diesem Wege die Haushalte anderer EU-Staaten um gigantische Beträge erleichtert und damit ein florierendes Gemeinwesen errichtet habe: "Das Beste war: Als die anderen Unionsmitglieder es endlich merkten, haben sie erst etwas mit dem Kopf gewackelt und mich dann zu ihrem Anführer gewählt."