Sensationsfund in Wuppertal Völkerrecht wiederentdeckt!
Präsident Obama (l.) und Amtskollege Putin (r.) denken gemeinsam darüber nach, wie sie dem viel beachteten Völkerrecht noch mehr Beachtung verschaffen können
Foto: KEVIN LAMARQUE/ REUTERS
Unter dem schon ewig nicht mehr benutzten Raclette-Grill stieß der 72-jährige Karl-Heinz G. auf ein schwammiges, aber wertvoll wirkendes Gebilde. Er zog einen befreundeten Antiquitätenhändler zu Rate, und, Überraschung: Beim Zufallsfund handelt es sich um das sogenannte Völkerrecht.
Wie das legendäre Bernsteinzimmer galt auch das Völkerrecht lange als verschollen. Viele Politiker und Medienvertreter konnten es deshalb nicht verwenden, als die Öffentlichkeit über Vorgänge in Serbien, Libyen oder im Irak diskutierte.
Doch nun ist es wieder da, sieht aus wie neu und beinhaltet alle Originalbestandteile wie etwa "Gewaltverbot in internationalen Beziehungen", die "Wahrung der territorialen Integrität" oder "Verweise auf die Uno-Charta". Das Original-Völkerrecht ist so wunderbar erhalten, dass die Bundeskanzlerin es schon am Wochenende stolz dem russischen Präsidenten präsentieren konnte.
Der wiederum hatte in der Vergangenheit immer wieder triumphierend mit etwas herumgefuchtelt, was er als Völkerrecht ausgab. Wahrscheinlich handelte es sich um eine billige Kopie, anscheinend aus China. Aber, egal: Putin kann sein Exemplar ohnehin gerade nicht finden.