Finanzstreit endlich beigelegt Bremen bezahlt Schiedsrichter statt Polizei
Werder-Coach Robin Dutt hofft, sich schon bald weniger aufregen zu müssen.
Foto: Tobias Hase/ dpaErst gestern hatte die Bremer Bürgerschaft beschlossen, der DFL künftig die Mehraufwendungen für Polizeieinsätze bei sogenannten Risikospielen des SV Werder in Rechnung zu stellen. Die DFL hatte im Gegenzug "juristische Schritte" angekündigt.
Doch schon in der Nacht darauf trafen sich Vertreter beider Seiten und verständigten sich überraschend auf eine Kompromissformel: Danach übernimmt die DFL, wie verlangt, die zusätzlichen Sicherheitskosten von rund 250.000 Euro pro Risikomatch. Bremen wiederum bezahlt mit demselben Betrag die jeweiligen - bisher vom Ligaverband deutlich geringer honorierten - Schiedsrichter.
Ligapräsident Reinhard Rauball sieht den Deal - nach einem langen Blick auf die aktuelle Tabelle - uneingeschränkt positiv: "Schon ab der kommenden Saison dürfte uns die Vereinbarung nicht mehr belasten. Dann hat Werder ja keine Risikospiele mehr, außer vielleicht gegen Sandhausen und Heidenheim."
Doch auch die Hansestadt und der SV Werder sehen sich als Gewinner. Übungsleiter Robin Dutt: "Ich habe neue Hoffnung, sowohl was unseren Abstiegskampf betrifft als auch für mich persönlich. Wenn der Verein seine Mittel derart zielgenau investieren kann, dann braucht er vielleicht gar keinen neuen Trainer."