Geschütztes Wohnen Hier haben Einbrecher keine Chance!
Im Wohnprojekt Rheinbach (NRW) fühlt man sich geborgen: In seiner 100-jährigen Geschichte wurde dort noch nie eingebrochen.
Foto: Oliver Berg/ dpaDie Aufklärungsquote liegt bei 15 Prozent, der Anteil verurteilter Täter noch darunter. Doch jetzt greift die Bundesregierung durch! Mit jährlich zehn Millionen Euro will sie private Maßnahmen zum Einbruchschutz fördern. Das sind immerhin 25 Cent pro Haushalt.
Doch damit nicht genug: Wer sich Dreifachverriegelungen, Alarmanlagen, Bewegungsmelder und Sprengfallen trotz dieser Unterstützung nicht leisten kann, hat die Chance, in eine besonders gesicherte Wohnanlage umzuziehen.
In Deutschland gibt es schon jetzt 171 spezielle, von allen äußeren Gefahren abgeschirmte Wohnparks, wohin sich Menschen zurückziehen können, die sich in ihren bisherigen vier Wänden nicht mehr sicher fühlen. Diese Einrichtungen sollen nun offensiver und unter dem einprägsamen Label "JVA - Jederzeit völlig angstfrei" vermarktet werden.
Dadurch, so heißt es aus dem Innenministerium, profitiere nicht mehr nur eine reiche Oberschicht vom sich ausbreitenden Konzept der "Gated Communities". Im Gegenteil: Gerade Unterprivilegierte und Einkommensschwache seien in "JVA"-Projekten besonders willkommen.
Allerdings gibt es gewisse Zugangsvoraussetzungen. Ein "JVA"-Projektleiter: "Man sollte auf keinen Fall eine fremde Wohnung ausräumen, um dann bei uns einziehen zu dürfen. Das funktioniert nicht. Unsere Insassen sollen sich ja geborgen fühlen. Deshalb kommen Einbrecher hier in aller Regel nicht hinein."
Was außerdem zum starken Sicherheitsgefühl beiträgt: Alle Bewohner sind immer zu Hause.