Schreibsklavenaufstand Neue Klage gegen Apple
Immer wieder der Party-Knüller: Kollegen zeigen sich ihre Mobiltelefone
Foto: Christoph Dernbach/ dpaDer Vorwurf: DJV-Mitglieder hätten in den vergangenen Jahren Tausende PR-Texte für den kalifornischen Computergiganten geschrieben, ohne dafür je honoriert worden zu sein.
Ein Sprecher der Berufsorganisation: "Unzählige deutsche Journalisten kümmern sich Tag für Tag um diese Firma, als wäre es ihr täglich Brot. Sie streuen sensationelle Gerüchte, vermelden und feiern jede noch so winzige Produktrevision, und wenn gerade sonst niemand über Apple redet, dann doch wenigstens sie."
Schlagzeilen wie "Das iPhone 5 ist eine Ohrfeige für Apples Rivalen" , so der Sprecher weiter, produzierten sich doch nicht von allein. Derlei koste "jede Menge mentale Vorbereitung und Überwindung". Um auf solche Ideen zu kommen, müssten Autoren sich schließlich in "eine ganz spezielle Stimmung eingrooven", teils "unter Zuhilfenahme kostspieliger Präparate".
Der DJV werde es nicht länger hinnehmen, dass Apple diesen professionellen Einsatz als Liebesdienst besinnungsloser Fanboys betrachte und damit die eigenen Marketingkosten drücke: "Apple behandelt uns, als wären wir Chinesen." Und dem Unternehmen droht noch Schlimmeres als nur ein Prozess: "Wenn Apple nicht freiwillig zahlt, dann schreiben unsere Mitglieder eben für Samsung."