GEZ-Massenproteste Die Ruhe nach dem Einschlafen
In den einschlägigen Sendungen auftreten zu müssen, munkeln Insider, sei für die Betroffenen schon Strafe genug.
Foto: Andreas Lander/ dpaIn Köln ist, so stellen Reporter fest, weder das Bürogebäude der Inkasso-Organisation GEZ (früher: "KGB") von aufgebrachten Bürgerrechtlern gestürmt worden noch sei es zu Gewalttaten gegen einzelne Mitarbeiter der "Firma" gekommen. Im gesamten Bundesgebiet sind nirgends, soweit man weiß, Fernseher aus Fenstern geworfen, mit der Axt attackiert, mit ätzender Säure übergossen oder eingetreten, umgekippt und als Abort missbraucht worden. Mit Schutzgeldern finanzierte sog. "Rundfunkorchester" sind bei ihrem Musizieren nirgends in Deutschland von Aktivisten gestört, Moderatoren öffentlich bekannter Formate ("Lanz kocht", "Beckmann trieft", "Gottschalk pooft" usw.) nirgends geteert, gefedert, eingepökelt oder ins Arbeitsleben eingegliedert worden. Weder in Karlsruhe noch Unna, Hasenheide, Bad Schwartau oder sonst irgendwo sind Gebührenbescheide, GEZ-Überweisungsträger oder TV-Programme ("Joko und Klaas auf Klo", "Der TV-Mann des Führers: Guido Knopp und das Dritte Reich" etc.) öffentlich verbrannt worden. Selbst die Übertragungen diverser bizarr-abstoßender Karnevalssitzungen, "Traumschiff"-Folgen oder Volksmusiksendungen, die ganz offensichtlich dazu angetan sind, die grundgesetzlich verbriefte "Würde des Menschen" mit Füßen zu treten, haben weder an der Nordseeküste noch zwischen den Mittelgebirgen, weder im Alpenvorland noch im städtischen Raum zu wie auch immer gearteten aggressiven Akten geführt. Beobachter stehen vor einem Rätsel.