SPAM / Satire: FDP diskutiert die Umbenennung - DER SPIEGEL
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Hitzige Debatte FDP auf Namenssuche

In der FDP geht die Debatte um die Partei-Umbenennung weiter.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Noch nicht ganz vom Tisch ist der Name "L - Die Partei, die vor M kommt".

Noch nicht ganz vom Tisch ist der Name "L - Die Partei, die vor M kommt".

Foto: Maja Hitij/ dpa

"PDF", "Persil", "The Party formerly known as Genscher" - an Vorschlägen herrscht kein Mangel an der Basis der bekannten Ex-Regierungspartei FDP. Walter-Egon Brych aus Neu-Olpe etwa, FDP-Mitglied "seit ich denken kann bzw. damals das Hotel übernommen habe", fordert, sich wieder auf Kernkompetenzen zu besinnen: "Freiheitsfreunde", dies sei das innerste Wesen der FDP, allerdings sei noch ein weiteres "Fr-"Wort vonnöten. "Fröhliche Freiheitsfreunde", so Brych, das sei doch mal etwas Kesses, Frisches. Sein Sohn Jens-Ralf Brych aus Neu-Olpe-Anliegerwohnung allerdings meint, man müsse den Markenkern noch verstärken: "Freie Freiheitsfreunde", oder kurz FFF, da könne sich jeder etwas drunter vorstellen, oder er jedenfalls. Widerspruch erntet die Neu-Olper Initiative aus Teilen des Ortsvereins Unter-Niederbach: "FFF, das ist nicht Fisch, nicht Fleisch, nicht mal Frikassee", so Kassenwart Dr. h.c. Trutz Gombrowicz-Koslowski, "wenn wir auf den Wahlzetteln wieder ganz nach oben wollen, führt an AAA kein Weg vorbei - besser aber 'AAAAAAAAAA - die A-Partei'". Er habe ähnliche Namen bei Detekteien in den Gelben Seiten gesehen, "und Gelbe Seiten können sich ja wohl nicht irren, hi, hi!" Im Partei-Hauptquartier scheinen die Überlegungen aber doch in eine andere Richtung zu gehen: "Wir prüfen derzeit einige interessante Angebote", heißt es in Berlin, "etwa 'Allianz-Partei', 'AWD-Partei' oder einfach 'TUI'." Insider schließen nicht aus, dass der Name im Jahreswechsel an den Meistbietenden verpachtet wird.