SPAM Satire G7-Grenzkontrollen Festnahmen-Rekord - DER SPIEGEL
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G7-Grenzkontrollen waren der Hit Festnahmen-Rekord

Mehr als 3500 Leute konnte die Polizei bei Grenzkontrollen während des G7-Gipfels vorübergehend festnehmen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Weiterer Vorteil von Grenzkontrollen: Während des Kofferraumleerens findet man Zeugs, das man schon lange verloren glaubte: alte Kaugummis, verrostete Wagenheber und, ähm, kleine merkwürdige Tütchen, wenn's dumm läuft.

Weiterer Vorteil von Grenzkontrollen: Während des Kofferraumleerens findet man Zeugs, das man schon lange verloren glaubte: alte Kaugummis, verrostete Wagenheber und, ähm, kleine merkwürdige Tütchen, wenn's dumm läuft.

Foto: MICHAEL DALDER/ REUTERS

Viele Bayern fragen sich jetzt natürlich: Wäre es nicht super, wenn die Polizei jedes Wochenende und an allen bayerischen Außengrenzen so viele Leute vorübergehend einsperren könnte? Fieberhaft wird deshalb überlegt, wie das - rein theoretisch - zu bewerkstelligen wäre. Beim Rekordwochenende waren gerüchteweise 24.000 Polizisten, 230 Polizeihunde, 74 Polizeipferde sowie sieben Kilometer Zaun im Einsatz. Um den G7-Erfolg an allen bayerischen Außengrenzen zu wiederholen, würden schätzungsweise dann 178.000 Polizisten, 1796,6 Hunde und 549 Pferde gebraucht. Das ist zu schaffen: Alle Bundesländer schicken ihre Polizisten jedes Wochenende nach Bayern. Polizisten haben ab sofort immer Urlaubssperre, arbeiten in 12-Stunden-Schichten und sind niemals krank. Dafür dürfen aber 20.000 von ihnen ab und zu mal ein Wochenende blau machen. So müsste es ungefähr hinkommen. Polizeihunde sind ausreichend vorhanden, Pferde werden bundesweit derzeit nachgezählt, Zaun ist bereits großzügig bestellt (2.706 Kilometer). Außerdem werden momentan 100.000 zusätzliche Fahrzeuge Probe gefahren. Alles in allem, natürlich schon ein ganz schöner Aufwand. Aber wenn man bedenkt, dass ein Gros der während des Gipfels Festgenommenen vorhatte, die Sicherheit Deutschlands mit einer Durchreise weiter nach Skandinavien oder sogar mit illegalem Stellen eines Asylantrags in Deutschland zu gefährden, wird man um diese Maßnahmen auf lange Sicht kaum herum kommen. Erklärte so oder ähnlich Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU).