Gott gibt zu: Himmelfahrt war getürkt!
"Bei viertausend Meter Höhe haben wir ihm so eine goldene Wärmedecke umgehängt, das gab auch einen tollen Glitzereffekt."
Foto: NICHOLAS KAMM/ AFP"Wissen Sie, es ist jetzt ja so lange her, dass man das ruhig auch mal offenlegen kann", sagte ein aufgeräumter GOtt am Rande einer Weltenschöpfer-Konferenz in Salt Lake City (USA). "Dieses ganze Religionsgründungsprojekt war ja schon ein wenig aus dem Ruder gelaufen", so GOtt: "Seit dieser Kreuzigung waren über vierzig Tage vergangen, aber mein Herr Sohn machte keine Anstalten, das Projekt, wie besprochen, zu beenden! Oh no, Himmel! Wie öde! Harfenmusik den ganzen Tag! So was musste ich mir anhören. Und was soll ich sagen? Er lief einfach immer weiter auf der Erde herum!" Ein Einlenken konnte nur auf dem Verhandlungsweg erreicht werden. "Es war ein hartes Stück Arbeit. Ich musste ihm versprechen, Flachbildschirme zu erfinden, Internetflatrates und Hertha BSC", so GOtt, milde seufzend. "Erst danach erklärte er sich bereit, zurück zu kommen." Sein Sohn sei dann übrigens nicht wirklich in den Himmel geflogen, so GOtt, "das wäre ja technisch gar nicht machbar gewesen." In Wahrheit habe man ihn mit Hilfe einer "ziemlich großen" Seilkonstruktion hoch gezogen. "Das Ding gebaut zu haben, darauf bin ich heute noch stolz", so GOtt zufrieden, "aber die Leute finden ja immer Wunder viel toller! Versteh einer die Menschen."