Kommentar Schanze bitte besenrein!
Es kommentiert: Unser Kommentator Jens-Karl Bochtler.
Foto: SPAMViel zu lange haben sie sich breit gemacht in unserem Alltag: Nachlässig gekleidete, oft verwildert riechende, griesgrämig-hinterhältig stierende Menschen; Menschen, die zu ungewöhnlichen Tageszeiten den vom Steuerzahler bezahlten Gehweg abnutzen; betont unauffällige Passanten, die "nur so" die Amandastraße ostwärts ziehen - ganz als ob es sie nicht vor fünf Minuten noch in die Gegenrichtung gezogen hätte! Hamburg im Belagerungszustand: Tausende derlei zwielichtiger Gestalten sieht man tagtäglich vom Taxifenster aus, und es werden immer mehr, ja, auch die Taxifahrer selber sind längst nicht mehr über jeden Verdacht erhaben; unfreundlich wie sie den Unbescholtenen mustern oft; gebrochen Deutsch wie sie sprechen. Ob die Polizei nun aber alle diese Elemente in Gewahrsam nehmen und/oder des Platzes verweisen kann? Und wo werden sie als Nächstes zuschlagen? Wie lange werden Eimsbüttel und Harvestehude noch zu halten sein? Eines müssen die maßgeblichen Stellen erkennen: Prävention tut not. Es kann nicht das Ziel sein, die Gewaltbereitschaft weiterhin fröhliche Urständ feiern zu lassen, finstere Blicke hier, in Jeans-Taschen hinterhältig vergrabene Taschenmesser dort; Menschen, die aufgrund eines angeblichen "Lebensgefühls" in jenen Brutstätten wohnen zu müssen meinen; tückisch glühende Zigarettenkippen, die wie die Lunte eines kommenden Unheils weithin unbeachtet im Rinnstein glimmen... Machen wir uns nichts vor: Über kurz oder lang wird man nicht umhin kommen, große Teile Hamburgs mit klassischer Musik aus Lautsprecherwagen zu beschallen.