SPAM Science Homöopathie funktioniert!
Oft genügt es schon, jemanden zu küssen, der irgendwann im Laufe der letzten Wochen eines dieser Zuckerkügelchen angeleckt hat.
Foto: Justin Lane/ dpaGrimmige Schnupfen verschwinden wie von Geisterhand. Menschen beginnen, in Zungen zu sprechen ("Argentum", "Aurum", "Draimaschwazakata"). Homöopathisch behandelte Kühe können, zumindest im Winter, über Wasser laufen - es grenzt an ein Wunder! Nicht umsonst outen sich immer mehr Menschen als "Homöos". Sie werden in der Gesellschaft weithin akzeptiert, heiraten, gründen Hochschulen. Nur sehr, sehr wenige Homöopathienutzer sind bislang als grausame Serienkiller bekannt geworden, gut, manche von ihnen hören wohl Andrea Berg. Aber dass Homöos sich bei Vollmond in blutsaugende Monster verwandeln, entspricht nur bedingt den Tatsachen: Meist genügt es ihnen, bei einem Opfer auf Nasenbluten zu warten und dann den Geruch des Blutes aus einer Entfernung von 500 bis 800 Metern einzusaugen. "Mir geht es schon deutlich besser, wenn das Überfallopfer nur ganz leicht rot anläuft", so der bekennende Homöo Carsten Z., der uns neulich in der SPAM-Teeküche begegnete, als er seinen Milchkaffee zum 43. Mal in diesem Monat mit neuem Milchschaum versetzte. "So entfaltet das Koffein erst seine volle Wirkung!" Es sei nämlich so, so Z., dass die Wirkstoff-Atömchen erst in totaler Abgeschiedenheit, wenn der gesellschaftliche Druck der übrigen Wirkstoff-Atömchen nicht mehr so auf ihnen laste, dann erst die wahre Heilkraft in sich entdeckten, tibetanischen Mönchen vergleichbar... und siehe da: Nach diesem sehr langen, ausführlichen, hoch verdünnten Gespräch über Homöopathie waren unsere Beschwerden vollkommen verschwunden! Ja, wir konnten uns nicht mal erinnern, welche gehabt zu haben.