EU-Juncker Griechen lieben unsere Sparprogramme
Jean-Claude Juncker beim Verstehen des griechischen Referendums.
Foto: Olivier Hoslet/ dpaBereits am Dienstag hatte Jean-Claude Juncker im Parlament bekannt: "Ich will das Referendum verstehen, wir müssen es verstehen." Danach hatte er sich zurückgezogen und unablässig überlegt. Und nun versteht er es. Und zwar, so Juncker, der seine Schlussfolgerungen nun über SPAM bekannt machen will, habe er sich den Wortlaut des Referendums noch mal ganz genau angeguckt. "Darin hat bekanntlich die griechische Bevölkerung ein bestimmtes Sparprogramm abgelehnt. Aber, Sie können das selbst nachlesen, nirgendwo steht da, warum eigentlich." Dass eine Mehrzahl gegen das Programm war, könne ja - entgegen der landläufig verbreiteten Meinung - auch bedeuten, dass der griechischen Bevölkerung die darin enthaltenen Sparmaßnahmen einfach zu lasch waren. Ja, er persönlich sei nun fest davon überzeugt, dass die meisten Griechen eben noch "viel, viel härtere Strafmaßnahmen, äh Sparmaßnahmen natürlich" wünschten. Nur vor diesem Hintergrund seien die Ereignisse der letzten Tage überhaupt zu verstehen, in denen Kanzlerin Merkel im Minutentakt härtere Sparmaßnahmen fordere und der griechische Regierungschef Gerüchten zufolge diesem Aufruf sogar folgen will. "Das wäre ja sonst vollkommen gaga", so Juncker nachdenklich.