Mega-Schock! Neue App bedroht Nachrichtenwesen
Vertrauenswürdigen Angaben zufolge soll die Entwicklerwerkstatt der beiden App-Erfinder ungefähr so aussehen, überall liegen auch gebrauchte Kokainflaschen herum.
Foto: Lisa Ducret/ dpa"De-Blubb", so heißt das kleine, scheinbar harmlose Programm, könnte einen ganzen Geschäftszweig innerhalb weniger Monate ruinieren, Millionen Freiberufler und mehrere Dutzend fest Angestellte sind bedroht. "Wir wollten eigentlich nur helfen", sagen die Erfinder, zwei abgerissene Informatikstudenten aus Bielefeld, scheinheilig. "Die Idee war es, aus Nachrichten Inhalte herauszufiltern" so sagt der langhaarig-müffelnde Miterfinder Elias R.-W. (19), dessen Akte beim Verfassungsschutz, Insidern zufolge, auffallend leer ist. "Unsere App verwandelt nur News in Informationen", wiederholt gebetsmühlenartig sein Kompagnon Bobby T. (21), der als Robert T. in der Nähe von Rauxel auf die Welt kam, ehe er zum radikalen Vegetarier mutierte und auch mehrfach bei der Nutzung von brutalen Killerspielen wie "Sims 2" oder "Angry Birds" beobachtet worden ist. Dann zeigt er unverfroren die Nutzung der App: "Terrorgefahr! Brennt bald ganz Deutschland?" - "Kälte-Apokalypse! Temperatur soll um bis zu zwölf Grad fallen" - "Jugend im Blutrausch! Neue Zahlen machen Angst". Solche Schlagzeilen und die zugehörigen Texte werden von der App gnadenlos in sogenannte "Information" umgewandelt: "Erneut Studie mit schlecht recherchierten Zahlen erschienen", "Wetterwechsel wieder der Jahreszeit entsprechend", "In Berlin hat gestern eine nicht sooo interessante Pressekonferenz stattgefunden". Solcherlei Pseudo-Neuigkeiten liefert uns also "De-Blubb"! Volksverdummung? Die beiden Erfinder lächeln schief und unsympathisch. "So würden wir das nicht nennen". Wirkliche Sensationen würden nach wie vor als Eilmeldung verbreitet: "Wenn der HSV etwa mal wieder ein Tor schießt."