Kommentar Wird Deutschland von Kellnerinnen regiert?
Es kommentiert: Unser Kommentator Jens-Karl Bochtler
Foto: SPAMIm "Cicero"-Interview bekannte der ehemalige Bundesminister Ramsauer (Verkehr? Atom? Hydraulik? Mancher erinnert sich vielleicht noch) zum Geheimnis einer erfolgreichen Politik: "Du musst in jedem Dorf mindestens eine Wirtshausbedienung kennen. Die kann gut über einen reden. Oder die sagt nichts, aber fährt dazwischen, wenn schlecht über einen geredet wird. Alle paar Jahre nehme ich einen Bus voll Kellnerinnen mit nach Berlin." Und hier wird es interessant. Was nämlich dann? Werden die massenweise herbeigekarrten Kellnerinnen in der Hauptstadt speziellen Schulungen unterzogen? Um, zum Beispiel, die Hydraulikrichtlinien der Regierung beim fünften Bier zu erklären? Werden die untauglichsten, hässlichsten, unfreundlichsten Fachkräfte einfach in der Hauptstadt angesiedelt? Ist das vielleicht sogar schon über Jahrzehnte, Jahrhunderte geschehen und ist so "der Berliner" entstanden? Vorstellbar ist ja vieles! Bemerkenswerterweise schweigt Ramsauer sich zu diesem Punkt aus. Unübersehbar bleibt dabei, was viele schon munkeln: Dass der massive Einfluss von Kellnerinnenphilosophie sich der deutschen Bundeskellnerin, Verzeihung, -kanzlerin bemächtigt habe: "1. Du musst immer alle gleichzeitig bedienen 2. Du kennst keine eigene Richtung, nur zum Zapfhahn und zurück. 3. Immer musst du freundlich lächeln, egal, was für ein Irrsinn um dich herum passiert. 4. Ausschnitt ist Ermessenssache." Schalten Sie auch beim nächsten "Cicero" wieder ein! Gute Nacht.