Fußball-Erkennung Fifa plant noch mehr Technologie!
Ein Ball, der hinter der Linie war, wurde als "hinter der Linie" erkannt. Nun plant die Fifa neue Modernisierungsschritte:
Spray
Ein temporäres Torlinien-Verkrümmungsspray für Torhüter befindet sich noch in der Erprobungsphase.
Foto: AP/dpaDas neue Freistoßlinienspray der Schiedsrichter soll erweitert werden: Vorwitzige Abwehrspieler werden schon ab der neuen Saison mit Sekundenkleber auf ihrer Position in der Mauer festgeklebt, "besonders die mit bunten Schuhen." Zur Loseisung des Delinquenten soll es genügen, dass seine Mannschaft einen angemessenen Betrag ("im unteren fünfstelligen Dollarbereich") an die Fifa überweist.
Brych
Um sich Respekt zu verschaffen, soll der Ref-Bot zunächst beliebig rote Karten verteilen oder auch "einfach spontan mal auf Tor entscheiden, obwohl der Ball im Aus war".
Foto: Matthias Kern/ Bongarts/Getty ImagesNach dem in dieser Deutlichkeit nie erwarteten Triumph der Tor-Erkennung sollen auch andere Bereiche der Spielanalyse revolutioniert werden: "Unsere Referees werden jetzt intensiv nachgeschult: Schon beim nächsten Turnier sollen sie die Abseitsregel auswendig können." Für die WM 2022 sei dann eine "optische Foul- und Nichtfoulunterscheidung" geplant, "zunächst nur in unmittelbarer Schiedsrichternähe, ab 2026 dann sogar für den schwer einsehbaren Strafraumbereich." Eigens dafür entwickelte Ref-Bots würden derzeit im Freilandversuch getestet: Das Betamodell höre auf den etwas gewöhnungsbedürftigen Namen DR-Fel-IX-Brych, sei aber auch erst "ein ganz früher Entwurf", der zunächst lediglich "eine grobe Navigation über das Spielfeld" erlaube.
Vote
Um Irritationen beim Matchablauf zu vermeiden, werden die Spiele ab 2030 von vorab gut programmierten Robotern ausgetragen. Für deren Entwicklung hat die Fifa ihre Verbände um technologische Unterstützung in einer Größenordnung von bescheidenen 300 Millionen US-Dollar gebeten.
Foto: Jens Schlueter/ Getty Images"Auch für demokratische Prozesse müssen wir gerüstet sein." Zur Durchführung der nächsten Abstimmungen, z.B. über den Fifa-Präsidenten, plant der Weltverband die Einführung eines automatischen Stimmenzählers. "Damit die Wiederwahl unseres geliebten Vorsitzenden über jeden widerlichen, von missgünstigen, achtarmigen, mit Pestbeulen übersäten Neidern gestreuten Verdacht erhaben ist." Die Stimmenauszähler sollen aus dem Toptechnologieland USA stammen und dort bereits dem renommierten Präsidenten George W. Bush zur Wahl verholfen haben.