SPD zweifelt an Existenz Gibt es Petra Hinz wirklich?
Gibt es diese Frau? Und falls nicht, wie viele SPD-Abgeordnete sind ebenfalls nur ausgedacht? Existiert die SPD überhaupt noch?
Foto: Hoppe Hitij/ dpaSelbst engste Parteikollegen, Geschäftspartner und Freunde können sich, wenn überhaupt, nur sehr vage an sie erinnern. SPAM hörte sich um:
"Eine Frau mit braunen Haaren hab ich schon mal gekannt, aber ob das jetzt wirklich die war, die, wie hieß die noch mal?", erklärt der ehemalige SPD-Abgeordnete Otto Reschke, der über Jahre hinweg eine Frau mit braunen Haaren aus seinem Ortsverein Frohnhausen förderte.
"Die Hinz? Das war, Moment, hier hab ich's, beidseitig kaschierte Wellpappe, konturgestanzt, stehend und sitzend, 287 Stück ausgeliefert seit 1982." Diese Auskunft gibt der Hersteller "Polit-Pappaufsteller vom Profi", dessen wahrer Namen hier verschwiegen wird, um Nachahmungstäter nicht zu ermutigen.
Siebenzehn Passanten in der Essener Innenstadt entgegnen mit allen Anzeichen der Entrüstung: "Ich kann nicht Hinz und Kunz kennen."
"Die Praktikantin war eine allseits beliebte Mitarbeiterin", schreibt die Sparkasse Essen, bei der Petra Hinz ein einjähriges Praktikum gemacht haben soll. Dass es sich bei der Praktikantin um P.H. handle, sei aber üble Nachrede.
NRW-Justizminister Thomas Kutschaty hat aktuell keine Zeit, irgendwelche Fragen zu beantworten. Er ist vollauf mit einem sogenannten Rücktritts-Casting beschäftigt, für das sich gerne noch weitere Frauen um die 50 mit braunen Haaren melden könnten.
"Wen soll ich kennen? Sigmar Gabriel? Haha!", scherzt dagegen Olaf Scholz. "Auf so einen Mist fallen wir bei der SPD jetzt nicht mehr rein. Ich weiß genau, dass das nur eine Marvel-Comicfigur ist."